John Searle nicht widerlegt! (Maschinen weiterhin dumm)

Ladies and Gentlemen, große Neuigkeiten aus Berlin: Das Sensemaken hat schon lange gestoppt, scheinbar. Ok, ok, nicht so neu.

Aber: Da wollte ich doch gerade einen sehr halbgaren Kurzartikel über meinen heutigen Nachmittag verfassen, der sich weitgehend mit „Künstlicher Intelligenz“, Robotern und Sprache beschäftigte. Soweit, so gut. Nun, gerade als ich mein doch sehr gefährliches Halbwissen zusammentragen und in die Welt hinausposaunen will, da passiert das Folgende. Und ich sag’s Ihnen: Das ist so dermaßen meta, das gibt’s praktisch gar nicht!

Also *trommelwirbel* da war ich so am schreiben:

[…] Was ich mich allerdings frage, ist: hat er damit John Searle widerlegt?“

Zur Erläuterung: Gemeint sind Luc Steels Forschungsarbeiten zu Intelligenz (der heute unter anderem im HKW zu Gast war) – und vornehmlich Sprache. Genauer gesagt zu Robotern, die ihre eigene Protosprache entwickelten – also im weitesten Sinne semantisch „denken“ können, und was macht die doofe Maschine aus John Searle? Sehen Sie selbst:

John SEATTLE!

Ja, gibt es denn sowas?

Das, meine Damen und Herren, ist META. Aber sowas von. Und somit ist Searle, der die (semantische) Intelligenz von Maschinen anzweifelt, nicht widerlegt! HA!

Anbei noch ein paar Fotos & Tweets zum heutigen Nachmittag, so zur allgemeinen Unterhaltung an diesem Samstag Abend.

Der Beweis aus dem Texteditor, im Entwurf:

Hito Steyerl meint: ( I agree!)

„artificial stupidity“ hito steyerl.

— steffi (@guerillagirl_) January 12, 2019

Das HKW

Düstere Aussichten?

Bitte ja!

Tohuwabohu – heute: Kapitalismus kills User Experience.

Guten Morgen, die SONNE scheint,schier unglaublich. Licht! Blauer Himmel. Worum geht es denn heute? Ah ja, ich habe unlängst einen lapidaren tweet abgesetzt, dass ja fast alles, was heute an so heisser Luft rausgelassen wird, drüben im Businessland der Whiteboards und Flipcharts, eh alles schon mal behauptet wurde, nur mit mehr Rückgrat und detaillierter und besser eben.

Steile These, ne? Nunja, ich habe ja auch eingefügt, dass diese Wahrnehmung an meinem fortgeschrittenen Alter liegen mag. Well, das Ganze ist natürlich sehr banal und wohl der Lauf der Dinge, sonst wäre ja auch kein Fortschritt möglich. Interessant fand ich eine Antwort, die auf das Jahr 1960 und einen Denker ebenda verweist, der damals bereits genau das beschreibt was heutzutage mit einem Buzzword –welches ich aufgrund seiner Absurdität wirklich gar nicht wiederholen mag – als der neue hot shizzle vermarktet wird, während wir Business Dudes und Ladies in postmodernen-no-hierarchy-Businessoutfits wie zB Flipflops staunend und applaudierend drumrumstehen, und der neuzeitliche Marktschreier auf einer beliebigen Konferenz im diesseits die neuen steilen Thesen an die Wand nagelt. Ich nehme mich dabei auch gar nicht aus, dies nur so am Rande.
Well, ja genau das ist wohl der Lauf der Dinge denke ich mir wiederholt – interessiert den damaligen Denker googlend. Sicher gab es auch im Jahre xy bereits einen Denker, der das Verhältnis von Machtpositionen und weniger Mächtigen beleuchtet hatte. Ich sage absichtlich nicht „Business“ und „Kunde“, da dies ja nun tatsächlich etwas eher neuzeitliches ist, hängt quasi mit dem Kapitalismus sowie der Globalisierung, also dem Abbau der Handelsschranken zusammen. Denn zuvor da hatten die Geschäftsleute doch 1:1 – also quasi eher so face -to -face, person-to-person Beziehungen zu ihren Kunden, und mussten sich nicht von irgendwelchen „Shareholdern“ in die Sache pfuschen lassen, oder?

Um es kurz zu machen: Kapitalismus destroys (positive) User (und Customer) Experience. Dabei fällt mir doch gleich ein Gespräch mit meiner Kollegin Jenny ein, bei dem wir letztens in einem dazu passenden Kontext darüber philosophierten, dass der Föderalismus dies ebenso tut. Also wie immer: nicht der Föderalismus an sich (der ja positiv ist), sondern die Anwendung föderalistischer Prinzipien (was eine Begriffskombination!) auf zB Webseiten, aber dies ist nochmals ein ganz anderes Thema. ;)
Wie auch immer, schönen Montag allerseits.

Fast-related:

Offensichtlich gibt es Reclam Hefte schon länger als ich dachte. https://t.co/mNfWJHaHlO

— be (@bebal) March 19, 2018

Decadence by Ramón Casas, 1899 pic.twitter.com/46DTYhjnFJ

— Art Gallery (@tweets_art) March 18, 2018

Sie haben beendet. Heute: Die I/O-Verschwörung.


……und fertig haben Sie auch.

Guten Morgen an diesem wunderschönen Montag! (Hust).

Heute soll’s ja wieder Nichtwetter – also ja wieder winterig werden. So hört man sich ja gleich mal an wie ein knotteriger Rentner. Über’s Wetter reden. Ha! Und ich sag’s Ihnen: Dieses Autokorrekt ist strunzdoof. Und macht mich echt wahnsinnig. Ich habe das Gefühl, das wird immer dümmer! Woher kommt eigentlich das Wort „strunzdoof“? Wieder sicher nix gutes dahinter.
Nun ja Montag, also – der Liebling unter allen Wochentagen. Autokorrekt nervt, die Maus zickt mal wieder – also Montag as usual – diese beiden Dinge haben sich wohl vorgenommen mich zu terrorisieren – eine Input-Output Verschwörung also sozusagen, wobei das ist nicht ganz korrekt, oder? Vielleicht eher eine Input-Analyse-Verschwörung? Das hört sich ja bescheuert an, dann doch lieber Input-Output Verschwörung, das ist doch besser so vom Klang und den Silben. I/O-Verschwörung. Man vs Machine, wie immer eben. Das ist ja mein Lieblingsthema, wie sie vielleicht wissen – vielleicht mache ich ja eine Kolumne daraus? Für so einen unnützen Quatsch bin ich ja sofort zu haben.
Wenn ich mir dies vornehme, hab ich aber Angst kein Material zu haben – bzw. eben, dass mir nichts einfallen mag. Sie wissen schon, Erwartungen und so. Hm. Eine Man vs Machine Kolumne als Interaction Designer? UX Kolumne möchte ich das nicht nennen. Ich mag den Begriff ja echt nicht, wie sie vielleicht auch schon wissen. Mir geht es ja um die zwischenmenschlichen (HUST!) Problemchen zwischen uns eiweißbasierten-Entitäten und den silikonbasierten. Us vs them, sozusagen – da haben wir das Problem doch schon! Wir gegen DIE! Die anderen, die Doofen. Wie früher, auf dem Schulhof! Wie sagt man noch gleich? Problem exists between chair and keyboard, Code: PEBCAK.

Ne, ne, ne…. so einfach ist das eben nicht! Da oben sehen Sie übrigens nach wie vor meine Lieblings- Systemnotification.

Schönen Montag!

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