guerillagirl – user experience designer

guerillagirl's (ux) design journal

The Design Studio Method

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Lean & Agile UX in a nutshell. Wie sammelt man Ideen, sensibilisiert Kunden sowie Teammitglieder für einen UX Design Prozess und kitzelt die Core-Probleme aus einer Anwendung heraus?
Super Session von der Agile UX 2012:

1. Create

  • Was? Quick Pen & Paper Concepts auf Storyboards bzw. User Flow Templates. Hier gibts Inspiration.
    Jedes Teammitglied repräsentiert eine Persona / gestaltet für die spezielle Persona
  • Jedes Teammitglied füttert ein bestimmtes ein Szenario ab (z.B bei einer Ticketapplikation das Szenario ‘vergünstigte Fahrscheine’ oder bei einer Flugbuchung: ‘Fliegen mit Baby & Kinderwagen ‘ )
  • Wer? – interdisziplinäre Teams , bestehend aus den Sparten UX/Design, Development, Business, die (leider) oft niemals miteinander kommunizieren, um ein gemeinsames Verständnis der jeweiligen Sichtweisen, Probleme und Anforderungen und zu bekommen.
  • 6-8 Concept Sketches pro Team

Das Ganze geht auf Zeit (Stoppuhr oder Pomodoro Technik :) )
Es geht hier um erste grobe Ideengenerierung,einen Anfang zu finden, bevor jeder in seinem Töpfchen rumstochert.

2. Pitching:

  • Die ganzen Sketches werden an ein Board gepinnt
  • Jedes Teammitglied hat drei Minuten Zeit, das eigene Szenario und die konzeptuelle Problemlösung seinen anderen Teammitgliedern vorzustellen
  • Pitch Inhalt:
    Welche Persona repräsentierst du, welche Ziele hat diese/welchesSzenario hast du gesribbelt?
    Wie hast du das gelöst?

3. Critique

Während ein Teammitglied pitcht, sollten keine Diskussionen und Zwischenfragen stattfinden, sondern das findet now statt.
Also, während dem Pitch über die Fragen nachdenken, die sich auftun und ggf. kurze Notizen machen.

  • Zeit: 2 Minuten, um ein Konzept zu diskutieren.
    Keine persönlichen Vorlieben diskutieren, sondern versuchen, möglichst objektiv basierend auf den Zielen der jeweiligen Persona zu sein. Also: Ist die Problemlösung sinnvoll (basierend auf deren Ziele)?
  • Diskutiert werden sollte:
    Wo löst das Design das Problem?
    Wo failt das Design, was kann man basierend auf den Zielen verbessern? – Period.

Auch wenn man völlig d’accord mit der Problemlösung ist und den Lösungsansatz super toll findet, soll man trotzdem versuchen, ein oder zwei Punkte zur Verbesserung zu finden und vice versa.
Gearbeitet werden kann hier mit roten und grünen Sharpies oder Markern.

Iterate.

Das Ganze lässt sich natürlich etwas tweaken und anpassen, aber die Grundidee sollte hiermit klar werden, es stärkt auch die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Disziplinen und erweitert den eigenen Horizont. :)
Interessant ist das Ganze Szenario auch als ein Kickoff Workshop direkt mit den Kunden – hier bekommt man sehr wahrscheinlich die größten ‘Insights’ in den Kern der Probleme und Vorstellungen.
Kunden wiederum bekommen ein Verständnis sowie Transparenz, wie ‘Design’ funktioniert und was ‘User Experience’ bedeutet.

Have fun!

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